Das erste Mal Stillen

Julia Holzmann

Stillen – ein Thema, das jede werdende Mama schon während der Schwangerschaft beschäftigt. Die Stimmung schwankt dabei sehr oft zwischen Vorfreude und der Angst, dass etwas nicht klappen könnte. Unsere Expertin Gerlinde Kettenring, Hebamme, gibt euch hierfür nützliche Tipps.

Stillen – ein Thema, das jede werdende Mama schon während der Schwangerschaft beschäftigt. Die Stimmung schwankt dabei sehr oft zwischen neugieriger Vorfreude auf dieses einzigartige Erlebnis und der schleichenden Angst, dass etwas nicht klappen könnte. Ob Brustverwirrung, Milchstau oder wunde Brustwarzen, die Erfahrungsberichte mancher Bekannten wecken vielleicht leise Zweifel an der eigenen Fähigkeit,  sein Baby aus eigener Kraft ernähren zu können. Doch keine Angst: Auch eine funktionierende Stillbeziehung muss erst wachsen, sowohl Mutter als auch Kind müssen erst lernen, sich aneinander anzupassen und sprichwörtlich „zusammenzufinden“.

Kleine Anfangsschwierigkeiten sind also ganz normal und bedeuten keineswegs, dass sofort abgestillt oder zugefüttert werden muss. Das panische Äugen auf Gewichtskurven ist hierbei oft kontraproduktiv, erfahrene Hebammen oder Kinderärzte können Dir meist die Angst nehmen, dass Dein Baby zu wenig Nahrung erhält. Insbesondere im Krankenhaus sind die Krankenschwestern häufig zu sehr auf besagte Gewichtskurven fokussiert und machen der frischgebackenen Mami in den meisten Fällen unnötig Stress. Starre Stillintervalle und fest terminiertes Nachtstillen geben den ohnehin angeschlagenen Mamis dann häufig den Rest. Das Wichtigste ist folglich, zu verinnerlichen: Es ist ganz normal, dass das Stillen nicht von Minute eins an direkt „funktioniert“. Meistens spielt es sich mit der Zeit von selbst ein.

Um den Start in die Stillzeit für Kind und Mutter zu erleichtern, gibt es einige Tricks und Hilfsmittel, die das Stillen für beide angenehmer und einfacher machen. Aus diesem Grund hat miBaby eine wahre Expertin zum Thema „Stillen“ befragt und gemeinsam mit der erfahrenen Hebamme Gerlinde Kettenring  drei hilfreichsten Tipps und Helferlein für diese wichtige Zeit zusammengestellt:

„Was kann ich tun, um gut in die Stillzeit zu starten?“

1. Inniger Körper- und Blickkontakt zwischen Dir und Deinem Baby gleich nach der Geburt schenkt dem Baby Vertrauen und Geborgenheit – eine wunderbare Voraussetzung für das Stillen. Am besten lässt Du Dir Dein neugeborenes Kind gleich nach der Geburt auf den Bauch legen und genießt das erste Kennenlernen ganz bewusst.
2. Unterstütze die natürliche Hinbewegung Deines Babys: Hat Dein Baby sich einige Zeit auf Deinem Bauch ausgeruht und die Wärme und Geborgenheit gespürt, sucht es natürlicherweise aus eigener Kraft die Brust und beginnt zu saugen.
3. Besonders wichtig ist es auch, dass Du in dieser kräftezehrenden Zeit liebevoll unterstützt wirst. Achte auf eine gute Ernährung und lass den Haushalt einmal ruhig links liegen, um Dich ganz auf Dein Kind zu konzentrieren.

„Welche Produkte helfen mir in der Stillzeit?“

1. Das Stillkissen „Das Original“ von Theraline kann durch die variable Füllmenge individuell für Dich und Deine Bedürfnisse anschmiegsam und stabilisierend gestaltet werden.
2. Um beanspruchte Brustwarzen zu regenerieren, empfehle ich die Seide-Wolle-Stilleinlagen von Elanee. Aufgrund der guten Luftzufuhr sorgen sie für einen optimalen Heilungsprozess und verringern so das erneute Wundwerden der Brustwarzen.
3. Zum Pflegen und Beruhigen der Brustwarzen eignet sich Lansinoh Brustwarzensalbe. Die Salbe besteht aus 100 % Lanolin und ist frei von Zusatzstoffen. Ein weiterer Vorteil: sie ist vollkommen verträglich für Dein Baby und muss vor dem Stillen nicht abgewaschen werden.