11 Dinge, die in jede Kliniktasche sollten

Judith Horsch-Plein, Redakteurin und Mutter

Hast Du Dir schon mal Gedanken darüber gemacht, was in Deine Kliniktasche gehört? Denn die steht ja im Idealfall gegen Ende der Schwangerschaft gepackt da und Ihr müsst sie nur noch schnappen, wenn es losgeht ;-)

Ich hatte damals ein bisschen Angst, ich könnte was Wichtiges vergessen. Geht es Dir auch so? Dann lies weiter! Bei ein paar Dingen hab ich Dir direkt Links als Inspiration hinterlegt. Vielleicht ist ja was dabei für Dich.

Viel Spaß beim Packen!

1. Ein eigenes Geburtskleid

Bei einer Geburt sollte alles dazu beitragen, dass Du Dich wohlfühlst! In eigener Kleidung kann das leichter als in fremder gelingen, oder? Denn auch wenn sie gestellt werden: Diese merkwürdig gemusterten Krankenhaushemden, die fremd riechen und in denen man irgendwie auch krank aussieht, sind das Gegenteil von Wohlfühl-Kleidung - zumindest für die meisten. Daher empfehle ich Dir, ein eigenes Geburtskleid mit in die Klinik zu bringen. Achte beim Kauf auf die Knöpfe hinten und auf Stillöffnungen an der Seite. Ein Beispiel 

Für nach der Geburt packst Du Dir noch einen Still-Pyjama und ein Still-Nachthemd ein. Und eine gemütliche (Umstands-)Jogginghose sowie einen Bademantel. Der Bademantel kann z. B. beim Gang zum Frühstück Gold wert sein.

Tipp: Viele Mamis greifen gerne zur Stillmode von Bonprix. Hier findest Du auch Nachthemden, Pyjamas und bequeme Hosen.

2. Babyschale / Maxi Cosi

Nicht direkt in, aber direkt neben die Kliniktasche gehört die Babyschale für das Auto, die Ihr für die Heimfahrt benötigt. Die kann der Papa auch erst dann mitnehmen, wenn er Euch aus der Klinik abholt, aber bereitstehen sollte sie auf jeden Fall!

Es gibt eine Menge Modelle und Marken für Baby-Autositze. Der Klassiker ist der Maxi Cosi. Zu teuer? Glück gehabt! miBaby verlost gerade den Maxi Cosi Pebble Plus. Aber sei schnell! Hier geht es zum kostenlosen und unverbindlichen Gewinnspiel - viel Glück!

3. Schokoriegel für den Papa

Ich weiß, das klingt banal, aber glaub mir: Es ist essenziell! Ich habe nicht nur eine Geschichte gehört von Geburten, wo dem Fast-Papa die Energie ausging... und daher ist es für mich auch einer der besten Hebammentipps, die ich bekommen hab: Pack Nervennahrung in die Kliniktasche! So eine Geburt kann sich bekanntermaßen ziehen und ein hungriger Bald-Papa kann sich weniger auf Dich konzentrieren. Also: Schokoriegel, Nüsse oder was Ihr sonst gern mögt in die Kliniktasche - natürlich genug für beide.

PS: Pack direkt etwas mehr ein für die Klinikzeit - Stillen führt zu Heißhunger auf Süßes ;-)

4. Parfümfreie Pflegeprodukte in Deinem Kulturbeutel

Deinen Kulturbeutel kannst Du auch schon packen - zumindest einen Großteil davon: Da kommen parfümfreie Pflegeprodukte rein, also: Shampoo und Duschgel duftfrei! Idealerweise auch Gesichtscreme, Deo und Pflegelotion ohne Parfüm. Warum? Auch das ist ein Hebammentipp: Dein Baby möchte Dich riechen - und nicht fremde Duftstoffe. Je mehr es Dich an Deinem Duft erkennt, desto wahrscheinlich ist es auch, dass das Stillen schneller reibungslos läuft. Stark duftende Pflegeprodukte oder gar Parfüm können Dein Baby am Anfang sehr irritieren.

Achtung: Dran denken, dass am Ende noch Dein Zahnputzzeug in den Kulturbeutel rein muss ;-)

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5. Der Duft von Mama und Papa: Kapuzenhandtuch, Babydecke, Schlafsack

Vielleicht hast Du meine 8 Tipps für Schwangere gelesen - dann kennst Du den Tipp mit dem Handtuch bereits ;-). Für alle anderen: Kauf ein Kapuzenhandtuch für Dein Neugeborenes. Das kommt nach dem Waschen für einige Nächte ins Elternbett - und dann gegen Ende der Schwangerschaft in Deine Kliniktasche. Es duftet jetzt nach Mama und Papa und Euer Schatz wird sich direkt nach der Entbindung viel wohler fühlen als in einem anonymen Krankenhaustuch.

Mit einer Babydecke kannst Du dasselbe tun - ab ins Elternbett, ehe Du sie dann in die Kliniktasche packst. Achtung: Achte beim Kauf der Babydecke auf gute Materialien: (Bio-)Baumwolle oder Merinowolle sind geeignet. Alle künstlichen Fasern sind nichts für Babys!

Und last but not least: Pack auch den ersten Schlafsack in die Kliniktasche! Oft sind die Schlafsäcke knapp in den Kliniken - Du wirst froh sein, Deinen eigenen dabei zu haben!

6. Günstige Still-BHs

Pack Dir für die erste Still-Zeit in der Klinik 2-3 günstige Still-BHs ein. Warum günstig? Die Größe wird sich noch ändern, bis sich alles eingependelt hat. Kaufe im ersten Schritt die Größe, die Dir am Ende der Schwangerschaft passt. Nach ein paar Wochen, wenn Mama und Baby einen stabilen Still-Rhythmus gefunden haben, holst Du Dir dann noch ein paar (bessere?) Still-BHs in der dann passenden Größe.

Geheimtipp: Viele Mamis schwören auf die Still-BHs von Bonprix. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist super und Du hast eine große Auswahl. Schau einfach mal rein.

7. Weitere Still-Accessoires: Stilleinlagen und Brustwarzensalbe

In den Still-BH kommen Stilleinlagen - auch davon solltest Du ein paar in Deine Kliniktasche packen. Es gibt waschbare Stilleinlagen und solche, die Du nach dem Gebrauch entsorgst. Für den Anfang empfehle ich Dir die waschbaren Stilleinlagen. Warum? Sie sind viel hautfreundlicher und gerade zu Beginn der Stillzeit sind die Brustwarzen stark beansprucht. Die verhältnismäßig raue Oberfläche der Einmal-Einlagen ist dann nicht geeignet. Die waschbaren Einlagen gibt es in verschiedenen Zusammensetzungen. Am besten sind die mit Seide - das hilft der angegriffenen Haut.

Vorteil der Einmal-Einlagen ist der Klebestreifen an der Rückseite - so können sie nicht verrutschen. Ich persönlich würde nach der ersten Zeit einfach zwischen beidem abwechseln.

Für den Start der Stillzeit darf eine Brustwarzensalbe nicht fehlen. Viele Kliniken stellen sie Dir, wenn Du sie brauchst. Allerdings würde ich auf jeden Fall ein Tübchen für den Notfall einpacken.

8. Spucktücher: 3-4 Stück

Spucktücher (auch "Mullwindeln" genannt) sind echte Alleskönner! Als Unterlage beim Wickeln, als "Schultertuch" nach dem Trinken, als Serviette, um Babys Mündlein abzuwischen, als Kopfkissen-Schoner, als Sonnensegel überm Kinderwagen usw. usw.

3-4 gehören in die Kliniktasche. Mullwindeln gibt es im Drogeriemarkt oder auch online. z. B. bei Babywalz oder Amazon. Du wirst viele bedruckte Versionen finden - hübsch, aber deutlich teurer als der Klassiker in Weiß. Du hast die Wahl!

9. Babykleidung für die Heimfahrt / Not-Windeln

Die Kleidung, die Dein Neugeborenes in der Klinik trägt, wird in der Regel gestellt. Erst für die Heimfahrt braucht Ihr was eigenes. Daher reicht auch ein Outfit aus zwei (Wickel)Bodys (zwei, falls direkt beim letzten Wickeln was daneben geht), Erstlingshemd, Strampler mit Füßen und Mützchen. Für die Heimfahrt empfehle ich Dir - je nach Jahreszeit - zum Drüberziehen einen (Plüsch-)Overall.

Warum "Erstlingshemd"? Der Vorteil dieser Hemdchen ist, dass Du sie nicht über den Kopf ziehen musst. Wie bei Wickelbodys. Beides empfehle ich Dir so kurz nach der Geburt und auch in den ersten Wochen.

Übrigens: Windeln werden im Normalfall von der Klinik gestellt. 2-3 Not-Windeln gehören aber auch zur Babyausstattung. Also rein damit!

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10. Schnuller und Schnullerkette

Wenn Du grundsätzlich bereit bist, Deinem Kind einen Schnuller zu geben, gehören auch 3 Schnullis in die Kliniktasche. Idealerweise direkt mit einer Schnullerkette. Warum? Gerade im Krankenhaus würde ich einen auf den Boden gefallenen Schnulli einem Neugeborenen nicht mehr in den Mund stecken. Wer weiß, was da alles so auf dem Boden ist...Die Schnullerkette ist Gold wert, wenn Du keinen Sterilisator oder Kochtopf zum Abkochen hast ;-).

Tipp: Ob Schnuller oder nicht - diese Entscheidung bleibt Dir überlassen. Meines Wissens spricht nichts dagegen abgesehen von den später schiefen Zähnen, wenn Ihr das Teil nicht rechtzeitig wieder los werdet. Ansonsten war ich ein großer Fan, weil's das natürliche Saug-/Nuckelbedürfnis des Kindes bedient.

11. Spieluhr

Habt Ihr schon eine Spieluhr? Wenn Du sie Dir auf den Bauch legst, kann Dein Baby die Melodie hören - und später im Klinikbettchen wiedererkennen. Daher gehört die Spieluhr, ähnlich wie der Duft von Mama und Papa (Punkt 4), in die Kliniktasche. Bekannte Düfte und Musik werden Deinem kleinen Schatz den Start in die Welt leichter machen.

PS: Der Drache auf dem Bild ist noch heute - über 4 Jahre nach der Geburt - ein sehr beliebter Spielkamerad ;-)

Fazit

Was in die Kliniktasche reingehört, weißt Du jetzt. Denk dran, sie frühzeitig zu packen (etwa 4 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin)! Mach Dir einen Zettel mit den Dingen, die noch fehlen und ganz am Ende reinmüssen (Zahnbürste, Kosmetika, Mutterpass, Geldbeutel, Handy und was Du sonst noch vorher brauchst) und pack ihn ganz oben drauf.

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Ich wünsche Dir und Deinem Baby alles, alles Liebe!

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